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Chopin Récital»Die
Imagination eines Konzertes von Chopin« – eine Reise durch sein
Repertoire. Zitterbart schlägt einen Bogen von den frühen
Bravourstücken über die ausschweifenden Fantasien bis zu den populären
Walzern. Drei Mazurken zum Schluß, immer kleiner, immer dichter werden
die Kreise, um schließlich in Chopins letztem Werk diszipliniert zu
verlöschen. Eine zeitgemäße Interpretation, transparent, seelenruhig,
logisch-stimmig. Chopin strebte Bach und Mozart nach – und nicht
Tschaikowsky. Der
Pianist Gerrit Zitterbart ist mehrfach auch solistisch auf
Schallplatten zu hören gewesen: mit Mozart, Beethoven und mit einer
interessanten Zusammenstellung von Musik unseres Jahrhunderts, die Sie
vor einiger Zeit im Schallplattenkonzert kennenlernen konnten. Nun hat
er ein »Chopin-Récital« aufgenommen. Der Titel hat seinen Sinn: der
Pianist versucht, ein Programm zu rekonstruieren, wie es der späte
Chopin liebte. Er beginnt effektvoll brillant mit dem frühen Andante
spianato samt Grande Polonaise. Über das Fantaisie-Impromptu cis-Moll
und die pianistisch höchst anspruchsvolle f-Moll-Fantasie erreicht er
in der Polonaise-Fantaisie As-Dur aus dem Jahre 1845 den Höhepunkt
seines Recitals. Darauf läßt er noch je drei Walzer und Mazurken
folgen, die zunehmend sich zurückziehen aufs Persönliche, auf
Erinnerungen wohl auch an die Jugend in Warschau und die schließlich
mit der letzten Mazurka in Melancholie versinken. |
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